Akademie

der Älteren Generation Achern

Ferienzeit - Urlaubszeit

Was nun?

 

Ferien -

Endlich Urlaub, endlich Ferien,
endlich einmal nicht planen müssen;
ruhig auch mal was verpassen,
zum Beispiel die ganzen Tätigkeiten in meiner Arbeit,
die noch auf ihren Sinn warten.
Vorbei, Feierabend!
Mit der Familie und Freunden zusammensitzen,
die Gläser klingen, und bitte kein Wort über die Arbeit!

Kein Wort über die Arbeit?
Wenn uns Ferien, Speis und Trank zusammenbringen,
gehören sie unbedingt dazu:
die Geschichten von den übersprungenen Hürden,
das Lachen über komische Situationen,
das gemeinsame Stöhnen über Übles und Sinnloses.

Ausruhen und feiern,
damit weisen wir die Dämonen des Alltags wieder in die Schranken;
den Jahrgang reifen lassen
und ihn mit unseren Worten Tropfen für Tropfen genießen,
im Gespräch zwischen den Zeilen lesen
und im Lachen auch die Traurigkeit hören,
im gemeinsamen Mahl das Leben gebacken kriegen,
das Glas dieses Jahres leeren,
damit im Herbst die neuen Trauben ins Fass passen.

(Text: Thomas Kirchmayer, Ingolstadt)

 

 

 
   Urlaub

 

Urlaub - Himmel auf Erden?! - 

Allen Nachrichten zum Trotz: Ferien sind angesagt. Egal wohin, nur weg von Terminen, Verpflichtungen und den täglichen Aufgaben.

Endlich den Ehepartner einmal ganz für sich haben.

Endlich einmal richtig Familie sein.

Endlich mal sich einfach treiben lassen.

Endlich niemand, der etwas von mir erwartet

Der im Reiseprospekt angebotene Urlaubsort mit seiner Wohnanlage „Eden“ und entsprechender Gartenanlage verspricht uns das Paradies auf Erden!

Zum Urlaub gehört das Genießen. Einfach da sein, wahrnehmen, was da ist und wer mit mir da ist. Nicht weiter eilen, den Augenblick genießen, sich über alles Schöne freuen.

Urlaub hat etwas vom Sabbat, vom Ruhetag. Im Liegestuhl sitzend nehmen wir die Natur und alles um uns herum wahr. Wir sind dankbar für all das Schöne, was wir sehen, schmecken das Leben und genießen den Vorgeschmack auf das Paradies.

Im Urlaub tanken wir Kraft für unsere Aufgaben, erfahren liebevolle Begegnungen und können besonnen und mit Bedacht neue Prioritäten setzen.

Diese Zeit sollten wir uns nehmen!

(Annette Bartsch)

 

 

 

Ich wünsche dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedensein können.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!


    
(Publiziert am 01.05.1989 von Elli Michler)
Alle Rechte vorbehalten: Don bosco Medien GmbH, München, Deutschland.
Aus:
Dir zugedacht. Wunschgedichte.

Copyright © 2018. All Rights Reserved.